Unser Medienkonzept

1. Die Ziele

Die Schüler sollen mit Hilfe des Computers während des laufenden Unterrichts und auch während des Förderunterrichts noch effektiver und motivierter, noch häufiger und konzentrierter Aufgaben zum Training der Geläufigkeit bestimmter Fertigkeiten wie Kopfrechnen  oder Rechtschreiben bewältigen, als das ohne Computer möglich ist.

Die Schüler sollen den Computer und das Internet als Möglichkeit der Kommunikation mit außerschulischen Partnern nutzen und dadurch auch zusätzlich für das Lernen in den Fächern motiviert werden. (E-mail-Austausch, Veröffentlichungen auf der Homepage, ...)

Die Schüler sollen den Computer und das Internet als Informationsquelle für die Projektarbeit in allen Fächern nutzen können und so exemplarisch ein Gefühl für die Bedeutung des Internets für die Globalisierung bekommen (, das Internet in seiner wesentlichen Bedeutung "gleiches Wissen und gleiche Zugänge für alle" kennen lernen).

Die Schüler sollen den Computer für das Fach Englisch nutzen können, um auch über den regulären Klassenunterricht hinaus hier eigenständig weiterlernen zu können.

Die Schüler, gerade solche, die mit Stift-Papier-Radiergummi nur selten ansprechende Ergebnisse produzieren können, sollen den Computer als Hilfsmittel für die Textproduktion nutzen können.

Die Schüler sollen erste Erfahrungen mit den zusätzlichen Möglichkeiten der Präsentation machen, die Computer, Beamer und Co bieten.

Alle Lehrer sollen den Computer für die Unterrichtsvorbereitung, für die Kommunikation mit außerschulischen Institutionen und für die Zeugniserstellung bzw. für das Verfassen von Lernentwicklungsberichten nutzen können.

2. Unser Konzept

Natürlich ist es klar, dass elektronische Medien an der Schule den Zweck haben müssen, pädagogische Ziele zu unterstützen. Diese didaktisch-methodischen Ziele stehen im Zentrum. Sie müssen zuerst bedacht werden, wenn Schulleiter, Träger und Ausstatter sich daran machen, die Medienausstattung einer Schule zu planen.

Lehrer, Eltern und Schüler denken im Alltag natürlich umgekehrt: „Was für Möglichkeiten bieten uns die vorhandenen technischen Ressourcen, um unseren Unterricht zu optimieren?" 
Das ist in der Regel die Leitfrage für den Umgang mit Medien in der Grundschule. An den technischen Möglichkeiten richtet sich aus, was in der Schule tatsächlich geschieht.
Dies gilt umso mehr, als die Ausstattung der Schulen oft sehr unterschiedlich weit ist und von Faktoren abhängt wie...

  • Aufkommen an Spenden von Firmen und Eltern
  • Erfolg bei Antragstellungen bei Mittelvergabe im „Windhund-Verfahren"
  • Erfolg bei Wettbewerben und bürokratisierten Antragsverfahren
  • Technisches Know-how und Interesse des Kollegiums
  • Finanzkraft des Schulträgers
  • Räumliche Gegebenheiten

Daher gliedern wir unser Medien-Konzept entsprechend. Es orientiert sich an den vorhandenen medialen Ausstattungen.

Vorbemerkung: Allerdings hat die FCSO nicht die Absicht, an ihrer Primarstufe iPad-Klassen o.ä. einzurichten oder White-Boards in den Klassenräumen aufzustellen. Das Kollegium ist sich darin einig, dass vor allem für Grundschüler zunächst einmal ganz andere Lernziele wichtig sind: Sprechen und Zuhören, Erzählen und Veranschaulichen, schöne Schreibschrift etc.

Software

An der FCSO steht für alle Klassen der Primarstufe folgende Software bereit, die regelmäßig zentral gewartet und aktualisiert wird:

  • Lernsoftware „Lesen 2000" 
  • Blitzrechnen Mathe 2000 (Kopfrechnen 1.-4. Klasse)
  • GUT 1 (Rechtschreiben)
  • CURT (Englisch)
  • Budenberg (Grundschule)
  • Antolin (Sinnentnehmendes Lesen, Schullizenz)

Diese Programme werden im Computerraum und in den Medienecken (Klassenräume) eingesetzt. Die Betriebssoftware für alle Rechner an der Schule ist entweder mit Gruppenlizenzen (z.B. „class room") oder mit Schullizenzen legitimiert.

Unser Computerraum

An der Primarstufe der FCSO steht ein Computerraum zur Verfügung, in dem in der Regel Rechner verwendet werden, die in den Sekundarstufen der FCSO ausgemustert worden sind. Die Computer sind mit einer Software zur automatischen Systemwiederherstellung ausgerüstet. Der Raum ist mit dreizehn Arbeitsplätzen ausgestattet und wird sehr regelmäßig im binnendifferenzierten Unterricht oder im Förderunterricht von Kleingruppen bis zur halben Klassenstärke genutzt, um an Lernprogrammen zu arbeiten. Hier werden auch hin und wieder AGs zum Maschinenschreiben für Dritt- und Viertklässler angeboten.

Die Computer dieses Raumes sind durch einen Server miteinander vernetzt und an das Internet angeschlossen. So ist es auch möglich, Lernsoftware aus dem Internet zu nutzen oder erstellte Arbeiten auf dem Server abzulegen und zu sichern.
 
Vernetzung

Die Schule ist mit Datenkabeln komplett vernetzt, dergestalt dass sich in allen Unterrichtsräumen und auch in allen Räumen des Verwaltungstraktes jeweils eine Internet-Datensteckdose befindet.
Dabei bestehen zurzeit zwei Datennetze. 
Zum einen gibt es das so genannte „Verwaltungsnetzwerk", an dem der Hausmeister, die Sekretärin, die Stellvertretende Leiterin der Primarstufe, der Leiter der Primarstufe, der Kopierer sowie das Verwaltungsnetzwerk der Sekundarstufen (über Internet-Tunnel) verknüpft sind.
Zum anderen gibt es das so genannte „Schulnetzwerk". Alle Klassenräume und der Computerraum sind mit einem zentralen Server der Primarstufe sternförmig verkabelt. An diesem Server hängt zugleich der Hauptarbeitsplatz der Lehrkräfte.

Zuletzt ist die Schule mit einem kompletten WLAN-Funknetz abgedeckt. Hierüber haben Lehrkräfte und Schüler (unter Anleitung) die Möglichkeit mit portablen Endgeräten auf das Internet zuzugreifen.

Beamlap und Beamer

Um ganzen Schulklassen oder Lerngruppen im Frontalunterricht bestimmte Handgriffe bei der Computernutzung zu zeigen oder um Photos, Filme und Arbeitsergebnisse zu präsentieren, steht der Primarstufe im Foyer ein fest installierter Beamer und alle wünschenswerten Kabelanschlüsse (incl. Internet) zur Verfügung. Hier besteht für die Lehrkräfte der Primarstufe die Möglichkeit, ihre Dienst-Notebooks oder private Geräte anzuschließen. Dies wird vor allem bei den monatlichen „Schulfeiern" und in vielen Arbeitsgemeinschaften rege genutzt.

Zudem ist eine Beamlap-Einheit vorhanden. Mit dieser transportablen Einheit aus Notebook,  Beamer und Lautsprechern, lässt sich das Spektrum von frontalem Medienunterricht und Präsentation auch für den Regelunterricht viel flexibler nutzen als bislang. Zudem lassen sich die häufig auftretenden Kommunikationsprobleme zwischen verschiedenen Notebooks und dem Beamer reduzieren.

Darüber hinaus finden sich in allen Klassenräumen der Jahrgänge 2–4 festinstallierte Deckenbeamer, die über Anschlussterminals erreicht werden können. Hier können Schüler und Lehrer portable Computer wie Tabletts anschließen: Präsentationen und frontale Internetnutzung sind so möglich.
 
Mobiles Notebook-Set

Seit dem Frühjahr 2010 existiert an der Primarstufe eine transportable funkvernetzte Notebook-Ausstattung, um mit Gruppen oder Klassen ...

  • im gemeinsamen Unterricht die Nutzung des Internets zu üben.
  • im Internet zu recherchieren.
  • im gemeinsamen Unterricht den Umgang mit Programmen aus dem Office-Paket (Word, Excel, Powerpoint) zu üben.
  • im gemeinsamen Unterricht bestimmte Anwendungen, insbesondere zur Ergebnispräsentation zu üben. 
  • gemeinsam bei „Antolin" Punkte zu erwerben.
  • gemeinsam andere internetbasierte Lernprogramme zu nutzen.

Der Vorteil dieser mobilen Einheit ist vor allem, dass der Unterricht auch in ganzer Klassenstärke (an der FCSO stets 22–24 Grundschüler pro Klasse) und im Unterrichtsraum stattfinden kann. In den vorhandenen Computerraum passt nur eine halbe Klasse.
 
Homepage

Die FCSO stellt sich auf einer Typo3-Homepage dar, auf die die Primarstufe über ihren Leiter zugreifen kann. Hier können passende Ergebnisse unterrichtlicher Arbeit präsentiert werden.
 
Digital-Kamera und Videokamera

Die FCSO verfügt über eine digitale Spiegelreflexkamera und auch über zwei Sony-Camcorder. Diese werden regelmäßig genutzt, um Fotos und Filme für die Homepage, die Schulzeitung oder Klassenzeitungen zu erstellen.
Seit Januar 2009 veröffentlicht die FCSO regelmäßig neue Filme auf ihrer Homepage. Seit 2008 nimmt die FCSO regelmäßig an dem schulischen Filmwettbewerb „Auricher Filmklappe" teil. Die Primarstufe der FCSO hat hier bereits viermal den ersten Preis in der Kategorie "KiTa/Grundschule" gewonnen.
 
Wartung 

Die Wartungsaufgaben haben mittlerweile einen erheblichen Umfang angenommen und sind an eine externe Firma vergeben worden.
Die Homepage und die Video-Ausrüstung wird vom Leiter der Primarstufe betreut.

Fortbildungsstand des Kollegiums

Die Lehrkräfte der Primarstufe haben 2004 erstmals an einem schulinternen Lehrgang „intel - Lehren für die Zukunft" teilgenommen. 
Sie nutzen flexibel Internet, schulisches Intranet und E-Mail. Ebenfalls werden von allen Lehrkräften die Zeugnissoftware „KLV", die Software für die LEB-Erstellung "ZEON" und die Rechtschreibsoftware „GUT L" genutzt.
Alle Lehrkräfte bilden sich stetig so fort, dass sie die vorhandenen technischen Möglichkeiten flexibel und geläufig nutzen können.
Den Lehrkräften stehen zur Unterrichtsvorbereitung, für die Zeugniserstellung und zur Kommunikation mit außerschulischen Institutionen ein voll ausgerüstete und ans Internet angeschlossene Computerarbeitsplätze zur Verfügung. Zudem können sie für einen geringen Wartungsbeitrag Dienst-Notebooks oder -Tabletts nutzen.
 
Nistkasten-Kamera und PC-Mikroskop

Die Primarstufe der FCSO hat in Kooperation mit dem Naturschutzbund eine fest installierte Nistkastenkamera installiert, die rund um die Uhr betriebsbereit ist. Lehrkräfte müssen nur die entsprechenden Kabel im Musikraum an den Medienwagen anschließen. Dann können ganze Klassen in dem großen Fernseher das Treiben in dem Dohlenkasten verfolgen.
Desgleichen verfügt die Schule über ein Mikroskop, das an jeden Computer angeschlossen werden kann. Eindrucksvolle Bilder von Zecken, Haaren, Federn etc. können so im Unterricht nicht nur gezeigt, sondern auch abgespeichert und weiterverarbeitet werden.

Soundsysteme in den Klassen

In den Klassenräumen der Jahrgänge 2-4 finden sich festinstallierte DVD-Player mit ebenfalls festinstallierten Lautsprecher-Boxen. 

3. Der Stoffplan für den Umgang mit Medien

Das Kollegium der Primarstufe hat sich vorgenommen, den Umgang mit Hard- und Software immer im Rahmen des sonstigen Unterrichts einzuführen und zu üben. Damit sollen die Primarschüler immer wieder exemplarisch erfahren, welchen Stellenwert die Kommunikations- und Informationstechnologie im heutigen Leben hat: Computer sollen für das Leben der Menschen ein Hilfsmittel sein und nicht zum Selbstzweck werden. 
Allerdings haben die Lehrkräfte bei allen Aktivitäten einen „heimlichen  Medien-Lehrplan" im Blick, der sich auf die beiden Doppeljahrgänge bezieht:

Umgang mit Hard- und Software Klasse 1 und 2

  • Computer einschalten und herunterfahren
  • Umgang mit der Maus
  • Kennen lernen der Tastatur (Worttrennung, Groß- und Kleinschreiben, Löschen, Zeilenumbruch)
  • Erstes Schreiben an der Tastatur
  • Geeignete Nutzung der Software „Blitzrechnen", „Lesen 2000" und "Budenberg".

Umgang mit Hard- und Software Klasse 3 und 4

  • Arbeiten mit Word
  • Abspeichern von Dateien
  • Geeignete Nutzung der Software „CURT" und „GUT 1"
  • Arbeit auf der Internetplattform „Antolin"
  • Internetrecherche und Umgang mit dem Überangebot an Information
  • Gefahren des Internets (Umgang mit persönlichen Daten und Photos)
  • Exemplarisches Erproben von Lernangeboten im Internet (z.B. JoeMax.de)

Optional

  • Erstellung einfacher Präsentationen 
  • E-Mails schreiben und empfangen
  • Photoverarbeitung
  • Einführung in Fotographie 
  • Einführung in die Videoarbeit bzw. Stop-Motion-Technik
  • Bildbearbeitung
  • Maschinenschreiben