Die Arbeit in der Grundschule

Aufgaben und Ziele, denen wir uns bei der Arbeit mit den Grundschulkindern in besonderer Weise verpflichtet fühlen.

1. Erziehung und Bildung

Die Grundschule hat die Aufgabe, den im Niedersächsischen Schulgesetz festgelegten Bildungsauftrag in einer dieser Schulform angemessenen Weise zu erfüllen. Die Wahrung und Sicherung des Zusammenhangs von Erziehung und Unterricht ist grundlegend für die Arbeit in der Grundschule.

2. Schulisches Lernen

Sie vermittelt ihren Schülern Grundkenntnisse und Grundfertigkeiten und entwickelt die verschiedenen Fähigkeiten in einem für alle Schüler gemeinsamen Bildungsgang. Sie schafft damit die Grundlagen für die weitere Schullaufbahn ihrer Schüler. Dabei knüpft sie zunächst an die individuellen Lernerfahrungen und Lernfähigkeiten der Kinder sowie an die Formen des Lernens im vorschulischen Bereich an und führt allmählich zu spezifischeren Formen des Lernens in den Fachbereichen bzw. Fächern der Grundschule. Da nicht bei allen Kindern ausreichende Lernfähigkeiten vorausgesetzt werden können, gehört es ebenso zu ihrer Aufgabe, bei Kindern mit Entwicklungsverzögerungen und Lernbeeinträchtigungen die Voraussetzungen für schulisches Lernen zu schaffen.

3. Schulleben

Mit dem Eintritt in die Grundschule muss der Schüler sich in eine neue soziale Umwelt einleben und eine eigene Beziehung zu ihr aufbauen. Von besonderer Bedeutung für die Entwicklung dieser Beziehung und damit der Einstellung zur Schule ist das Schulleben. Im Schulleben wird das Erziehungskonzept der Schule deutlich. Der Unterricht als Ort des Lernens im engeren Sinn muss mit den Erziehungszielen der Grundschule, insbesondere mit der Erziehungspraxis des Schullebens eine Einheit bilden.

4. Soziale Fähigkeiten

Das Zusammenleben in der Schule muss gelernt und geübt werden. Dazu gehört, sich anderen Schülern gegenüber situationsangemessen, hilfsbereit und rücksichtsvoll zu verhalten, eigene Wünsche zurückstellen zu können, sich an Ordnungsformen zu halten, Regeln der Zusammenarbeit zu beachten, aber auch sich selbst zu behaupten und eigene Standpunkte zu vertreten. Die Schule nimmt auf den unterschiedlichen Stand sozialer Fähigkeiten bei den Schulanfängern Rücksicht und führt die Schüler in einem langsam fortschreitenden Prozess zu den genannten Zielen.

5. Lernfreude

Die Grundschule muss den Schülern erfolgreiches Lernen ermöglichen und sich bemühen, ihre Lernfreude zu erhalten. Dazu ist es unerlässlich, die individuellen Lernfähigkeiten der Schüler anzusprechen, den handelnden Umgang mit Lerninhalten besonders zu berücksichtigen und insgesamt die Lern- und Leistungsbereitschaft anzuregen.