Auf gefährlicher Mission

Musical an Primarstufe der FCSO: Die Viertklässler der Freien Christlichen Schule Ostfriesland führten das biblische Kindermusical „Paulus – Auf gefährlicher Mission“ auf.

In den zwei Vorstellungen drängten sich trotz des Winterwetters rund 600 Zuschauer vor den Bühnen im Foyer, um ihre Kinder, Enkel oder Geschwister zu sehen, die mit dem spritzigen Kindermusical am Donnerstagabend Premiere feierten. Die rund 70 Schülerinnen und Schüler hatten das Musical mit ihren Lehrern und vielen helfenden Eltern seit September einstudiert.

Gleich zu Anfang bekommt Paulus, der sich in seiner ersten Lebenshälfte noch „Saulus“ nennt, vom hohen jüdischen Rat die „Licence to kill“. Er soll, zu seiner Zeit im ersten Jahrhundert nach Christi Geburt und nach dessen Kreuzigung, alle Christen aufspüren und mit ihnen kurzen Prozess machen. Den neuen Christus-Glauben gleich im Keim zu ersticken, das ist sein Auftrag und seine erste Mission. Eine Gottesbegegnung auf dem Weg nach Damaskus lässt ihn plötzlich erblinden. Ein Erlebnis, das sein Leben verändert. Der Verfolger der Christen wird nun zum Botschafter der guten Nachricht. Er wird durch Christen getauft und ändert seinen Namen: Aus Saulus ist ein „Paulus“ geworden. Sofort macht er sich auf den Weg in fremde Länder rund ums Mittelmeer. Welche Gefahren er in Griechenland, der Türkei und auf dem Weg nach Rom überstehen muss, und wem er auf seinen gefährlichen Reisen begegnet, das erzählt dieses spannende Musical von Frank Kampmann.

Alle Schüler des vierten Jahrgangs der Schule wirkten bei den Vorstellungen mit. Ob nun im Chor, ob als Darsteller, als Tontechniker, Beleuchter, Bühnenarbeiter oder Tänzer, jeder fand im Laufe der Vorbereitungen eine Aufgabe, die zu ihm passte. Die Chor-Solisten glänzten mit ihren tollen Stimmen, wenn auch noch nicht jeder Ton saß, und auch die Darstellerrollen wurden vom Schauspielernachwuchs textsicher und gefühlvoll ausgefüllt. Dies zeigte sich vor allem in den Szenen der Gefängnisratten: Die drei Nager spielten, sprachen und tanzten spritzig und mit viel Humor. Die liebevoll gefertigten Kostüme und abwechslungsreiche Kulissen gaben den Vorstellungen einen runden Rahmen.

Die Schule kann auf eine langjährige Tradition in der Musical-Darbietung zurückgreifen. Seit 2002 kommt jedes Jahr ein neues Stück auf die Bühne. Deren Technik ist immer ausgefeilter geworden. So waren diesmal drei Beamer im Einsatz, wodurch die Kulisse erstmalig auch durch bewegte Bilder ergänzt werden konnte.

Dorle Blank, Susanne Ziegler und Johannes Köster, die verantwortlichen Lehrkräfte, dankten nach der 80minütigen Vorstellung und dem stürmischen Schlussapplaus insbesondere den beteiligten Eltern. „Ohne Ihre tatkräftige Hilfe wäre das alles hier nicht möglich gewesen“, so Ziegler.

Fotos: Olga Reich, Johannes Hinrichs, Johannes Köster