Jahrgänge 1 bis 4 starten mit Video-Konferenzen

Szenario C? Lockdown? Schule zu? Ja, das ist Mist, großer Mist sogar. Dennoch versuchen die Lehrkräfte und Schüler der Primarstufe das Beste herauszuholen, was aus der vorhandenen Technik herauszuholen ist. Jeden Morgen in Kalenderwoche 2 haben die Erstklässler um 9:00 Uhr eine digitale Internet-Konferenz-Schulstunde, die Zweitklässler um 10:00 Uhr, die Drittklässler um 11:00 und die Viertklässler um 12:00 Uhr.

Die technischen Startschwierigkeiten ließen sich auf beiden Seiten bei den meisten Akteuren schnell überwinden. Für viele Schüler war es am vergangenen Montag das erste Wiedersehen nach knapp vier Wochen. Sie begrüßten sich begeistert, ließen sich Arbeitspläne erklären, berichteten von ihren Weihnachtsgeschenken und zeigten ihre Haustiere.

Klar ist schon jetzt, was bei diesem digitalen Homeschooling NICHT die Probleme sind: 1. Die Grundschullehrkräfte jeden Alters brauchten im Vorfeld keine großartige Fortbildung. 2. Die digitale Ausrüstung der Schule spielt überhaupt keine Rolle.

DAS sind aber die eigentlichen Probleme: 1. Die sehr schlechte Anbindung der ostfriesischen Haushalte an das lahme Internet Deutschlands. 2. Die mangelnde Ausrüstung der Lehrkräfte mit vernünftigen Geräten.

Nun, den eigentlichen Unterricht mit persönlicher Ansprache und intensiver sozialer Begegenung ersetzt das digitale Homeschooling natürlich nicht. Daher freuen sich jetzt alle auf einen möglichst baldigen Beginn des Präsensunterrrichts ...