Zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Tagesfahrt Jahrgang 13: Bergen-Belsen

 

Am 26.11.2015 ging es für den gesamten Jahrgang 13 auf Exkursion zum KZ Bergen-Belsen.

Zu Beginn wurden wir von einem netten Guide empfangen, der uns in die Geschichte des Lagers einführte.

Bergen-Belsen sei nicht nur ein Konzentrationslager gewesen, es habe auch als Kriegsgefangenenlager gedient. Der Guide ging dabei besonders auf die Geschichte der sowjetischen Kriegsgefangenen ein.

Er bezeichnete das Kriegsgefangenenlager als Austauschlager und die Kriegsgefangenen als Geiseln. Zeitweise habe das Lager auch als Verteillager für jüdische Frauen fungiert. Zudem habe man es auch als Auffanglager genutzt, als die außenliegenden Konzentrationslager im Osten evakuiert wurden.

Der Guide betonte immer wieder, dass es sich nicht um ein Vernichtungslager handele. Trotzdem seien die Menschen durch fehlende, medizinische Versorgung „systematisch zufällig“ umgebracht worden.

 

Nach der “kurzen“ Einführung ging es mit dem Bus zur sogenannten Rampe, wo wir die Möglichkeit hatten, die Platzverhältnisse während der Deportationen in einem Wagon am eigenen Leib zu erfahren.

Laute Knalle ertönten. Auf Nachfrage erklärte der Guide, dass wir uns in unmittelbarer Nähe eines militärischen Übungsplatzes befinden. Im Laufe des Tages gewöhnten wir uns weitestgehend an diese Geräuschkulisse.

Durch Erzählung persönlicher Erfahrung veranschaulichte der Guide die Verarbeitung der außenstehenden Bevölkerung mit den Geschehnissen im und ums Lager.

Mit dem Bus ging es von dort aus weiter zum Kriegsgefangenenfriedhof, wo wir ein Einblick in das Kriegsgefangenenrecht und die Gedenkkultur erhielten.

 

Nach einer kurzen Pause, welche wir in der Cafeteria verbrachten, in der Herr Schnell sein überteuertes Mittagessen genoss, begaben wir uns erneuert aufs Gelände.

Dort erklärte uns der Guide mit Hilfe eines Rollenspiels die Strukturen des Lagers. Die Filme, die wir im Folgenden schauten, hinterließen einen bleibenden Eindruck der Grausamkeit, der schwer in Worte zu fassen ist. Zuletzt hatten wir noch die Möglichkeit uns in der Aufstellung aufzuhalten, leider war die Zeit hier etwas knapp bemessen.

 

Alles in allem verbrachten wir einen sehr interessanten Tag, auch wenn die Anreise und Abreise etwas langwierig war. Ein Besuch einer bekannten Fast-Food-Kette wäre für die Stimmung durchaus zuträglich gewesen.

Bericht und Foto: Lisanne van der Meulen, Kl. 13