„Gerade das richtige Verhalten auf der Straße und im Bus kann man Grundschülern im Klassenraum kaum wirkungsvoll erklären. Sie lernen am besten durch Ausprobieren und Anfassen“. Diese pädagogische Einsicht war das Leitmotiv an diesem besonderen Tag an der Hauptstraße.
Zum Ausprobieren und Anfassen hatten die Zweit-, Dritt- und Viertklässler an diesem Tag reichlich Gelegenheit. Der Stundenplan war aufgehoben. Stattdessen hatten sich zahlreiche Gäste auf dem Schulgelände eingefunden, die etwas vorzuführen und mitzuteilen hatten.
Bei den Johannitern gab es am Krankenwagen von Marcel Planteur eine Praxisschulung in der richtigen Wundversorgung. Außerdem konnten die Kids auf der Krankentrage im Blaulicht-Auto probeliegen. Danach durften die Kleinen zu ihrem großen Vergnügen alle Schubladen und Klappen des Rettungswagen öffnen und erkunden.
Auf dem Schulhof hatten die Wibrandus G. Reddingius und Hermann Diekhoff von der Verkehrswacht einen Rollerparcours aufgebaut. Auf dem Schulhof durften die Kids zusätzlich in dem legendären ADAC-Radfahrgeschicklichkeitsparcours trainieren. Hier erprobten vor allem die Kleinen ausgiebig ihre Geschicklichkeit auf zwei Rädern.
Vor dem Schulgebäude demonstrierten Imke und Klaus Akkermann vom Fahrzeuglogistikunternehmen „Ackermann Transporte“, dass Kinder und Gegenstände im LKW-Rückspiegel VERSCHWINDEN können! Im „toten“ Winkel eben. Dazu waren die beiden mit einem langem Lastzug vorgefahren.
Mindestens genauso gebannt waren die Schülerinnen und Schüler von dem preisgekrönten Video „Mit Helm, … is‘ doch klar!“, der 1990 noch unter der Schirmherrschaft von Hannelore Kohl produziert worden war. Sehr eindrücklich werden in dem Film die Folgen dargestellt, die ein Fahrradunfall ohne Helm haben kann.
Etwas harmloser ging es bei Feuerwehrmann Thomas Sielmann zu, der ein Löschgruppenfahrzeug aus Warsingsfehn vorstellte. Schnell kam es zu Fachsimpeleien mit einigen Löschzwergen aus der Schülerschaft.
Ansonsten galt es Fahrräder zu putzen, Verkehrsschilder zu basteln, Spiele zu erproben und rohe Eier wirkungsvoll mit einem Mini-Fahrradhelm vor Sturzschäden zu bewahren.
Die Erstklässler durften nicht teilnehmen, sondern mussten Ausflüge machen. Zum Trost konnten sie nach ihrer Rückkehr ausgiebig mit einem coolen Magnetspiel hantieren, das die Deutsche Verkehrswacht 1975 herausgegeben hattte.
Viele Mütter und Väter unterstützten die Lehrkräfte bei der Betreuung der Gäste und der kleinen Verkehrsteilnehmer. „So müsste Schule immer sein!“ Da waren sich alle Beteiligten einig. Übrigens: Bei der Verkehrswacht Leer werden immer noch dringend ehrenamtliche Helfer gesucht! Bei Interesse gerne im Schulsekretariat melden.









