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Krönender Abschluss für Filmlehrer Thomsen!

15. April 2026

Zum sechsten Mal konnte Filmlehrer Dirk Thomsen jetzt beim schulischen Kurzfilmwettbewerb „Auricher Filmklappe“ mit einer Lerngruppe einen 1. Preis erlangen.

Die Auricher Filmklappe ist ein regionaler Kurzfilmwettbewerb für Schulen, der – 2002 von Franz Traxler gegründet – jährlich stattfindet. Ausrichter ist das Medienzentrum Aurich. Lehrkräfte, einzelne Schüler und Pädagogische Mitarbeiterinnen der FCSO konnten hier in verschiedenen Kategorien insgesamt vierzehnmal gewinnen; dreimal wurde es zudem Platz 2.

In dem jetzt eingereichten Film „Stockholm“, den Thomsen mit dem Film WPK 8 im letzten Schuljahr gedreht hatte, wird eine actiongeladene Entführung gezeigt, die damit endet, dass es dem Opfer – klasse gespielt von Emma Dogs – gelingt, eine Freundschaft zu einem der Entführer (Levin Stindt) aufzubauen.

Mit ihrem Film überzeugten die Schülerinnen und Schüler die Jury durch Kreativität, spannende Umsetzung und filmisches Können. Der Erfolg ist das Ergebnis von viel Engagement, Teamarbeit und Leidenschaft für das Medium Film. Wir gratulieren dem gesamten Kurs sowie Herrn Thomsen herzlich zu dieser großartigen Leistung und sind stolz auf diesen verdienten Erfolg!

Dirk Thomsen ist mit seinem neuerlichen Sieg der erfolgreichste FCSO-Lehrer in diesem Wettbewerb. Doch nun ist erst einmal Schluss. Die Auricher Filmklappe fand jetzt, am 15. April 2026, zum letzten Mal statt. Lehrer Thomsen wird im Sommer seinen wohlverdienten Vorruhestand antreten.

Ein Filmprofi in seinem Element: mit Schülerinnen und einem externen Fortbilder (Unterricht Nov. 2024)

Der engagierte Pädagoge interessiert sich schon sehr lange für das Thema Film und besuchte mit Schülergruppen Kinovorstellungen und drehte kleine Kurzfilme. 2012 gelang ihm mit der Klasse 5bC der Durchbruch. Der Streifen „So macht Schule Spaß“ gewann nicht nur die Auricher Filmklappe, sondern auch gleich den Landeswettbewerb, die „Niedersachsen Filmklappe“. Was folgte war oft durch originelle Effekte gekennzeichnet, die er zusammen mit den Jugendlichen für seine Filme entwickelte: Schulklassen, die komplett in einem PKW reisen, sprechende Hunde, brodelnde Chemikalien, vergiftete Hasen, göttliche Bonbons und vieles mehr.

„Mir ist es wichtig, die Kinder einfach spielen zu lassen“, berichtet der Filmlehrer. „Sie lieben Krimis, Verfolgungsjagden und Aktion. Das muss man einfach zulassen.“ Offensichtlich weiß der Mann, wovon er redet. Für die weitere Filmarbeit an der FCSO hofft Thomsen auf engagierte Nachfolger, die ohne Angst einfach loslegen.

Ein weiteres Anliegen beschäftigt ihn: „Mein Traum war es immer, Schülerinnen und Schüler auch an den professionellen Filmschnitt heranzuführen. Das müssen die Lehrkräfte im Moment noch oft selbst machen. Da fehlen der Schule einfach die Möglichkeiten.“

Hier die wichtigsten Filme, die unter Thomsens Leitung an der FCSO entstanden:

  • So macht Schule Spaß (2012)
  • Das Mopfer – Wer anderen eine Grube gräbt … (2015)
  • Ein Becher, der alles verändert (2017)
  • Paula – kurz und knapp (2018)
  • Hilfe von oben (2022)
  • Die freschen Ostfriesennachrichten (2022)
  • Wir halten zusammen (2023)
  • The Secret (2024)
  • Dick Whitington or The Amazing Story of Dora White (2024)
  • Stockholm (2025)

Seine Nachfolger werden große Fußstapfen vorfinden. Ihre Filme müssen künftig direkt beim Landeswettbewerb Niedersachsen Filmklappe eingereicht werden.

Die Niedersachsen Filmklappe ging aus einem lokalen Kurzfilmwettbewerb für Schülerinnen und Schüler aller Schulformen und Altersklassen hervor, das 2002 vom Medienzentrum in Aurich organisiert wurde. Die Idee des 2009 verstorbenen Initiators Franz Traxler war die folgende: „Der medienpädagogische Ausgangspunkt ist die Erkenntnis, dass die Erzählformen des Mediums Film zwar eigenen Regeln unterliegen, die aber noch lange nicht ausgeschöpft sind. Kinder und Jugendliche nehmen die gängigen Erzählformen auf, verändern und gestalten sie mit Handys und Videokameras auf ihre Art neu. Sie finden andererseits aber nicht die Beachtung, die den literarischen Ausdrucksformen schon lange entgegengebracht wird. Große neben Kleinen, Gymnasiasten neben Förderschülern sollen auf der Bühne stehen und für ihre Ideen und ihr Engagement ausgezeichnet werden, ihre Filme auf der großen Kinoleinwand gezeigt werden.“

mit Schülern beim Storyboard-Workshop in Aurich

 

Autor: Marina Schilling und Johannes Köster